Das Raumklima ist wichtig für das Wohlbefinden.

RAUMKLIMA

Wohlfühlen beginnt mit gesunder Luft

Ein gutes Raumklima ist die Basis für Wohlbefinden, Konzentration und Gesundheit. Aber ein gutes Raumklima besteht aus sehr viel mehr als nur angenehmer Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ob wir uns in einem Raum wohlfühlen, wird neben der visuellen Ästhetik auch durch die Oberflächen, der Luftqualität, den Gerüchen, den Lichtverhältnissen und der Akustik bestimmt. 

Als Bauingenieurin und Baubiologin helfe ich dir in Ingolstadt und Umgebung, das Raumklima zu analysieren und zu verbessern, damit du dich in deinem Zuhause ganzheitlich wohlfühlen können. 

Einflüsse auf das Raumklima

Schadstoffe können aus Baustoffen, Möbeln, Farben oder Reinigungsmitteln in die Raumluft übergehen und sich im Staub anreichern. Viele dieser Stoffe wirken reizend, allergen oder langfristig gesundheitsschädlich. Eine fundierte Untersuchung zeigt, ob und in welchem Umfang Belastungen im Innenraum vorliegen.

Die relative Luftfeuchtigkeit beeinflusst sowohl das Wohlbefinden als auch die Bausubstanz. Werte über längere Zeit über 60 % fördern Schimmelbildung, zu trockene Luft reizt Schleimhäute und Atemwege. Messungen helfen, Ursachen wie Lüftungsverhalten oder Wärmebrücken besser einzuordnen.

Feinstaub besteht aus sehr kleinen Partikeln, die tief in die Atemwege gelangen können. Er stammt aus Außenluft, Kerzen, Kochen, Heizgeräten oder Abrieb von Materialien. Erhöhte Feinstaubkonzentrationen können die Lunge belasten und Allergien verstärken.

Kunststoffoberflächen können Weichmacher, Flammschutzmittel oder andere Additive an die Raumluft oder den Staub abgeben. Je nach Zusammensetzung können diese Stoffe hormonell wirksam oder allergen sein. Besonders bei neuen Möbeln oder Bodenbelägen kann es zu erhöhten Emissionen kommen. Zusätzlich haben Kunststoffoberflächen einen negativen Einfluss auf das Mikrobiom des Hauses und können sich statisch aufladen.

Mikroplastik entsteht durch Abrieb von Kunststoffen, Textilien oder Bodenbelägen und landet über Staub oder Luft in Innenräumen. Die Partikel können Schadstoffe transportieren und werden zum Teil eingeatmet oder über den Hausstaub aufgenommen. Innenraumgrenzwerte gibt es derzeit nicht, erhöhte Belastungen gelten jedoch als hygienisch relevant.

Elektrosmog entsteht durch elektrische und elektromagnetische Felder von Leitungen, Geräten, WLAN oder Mobilfunk. Obwohl die wissenschaftliche Bewertung komplex ist, berichten viele Menschen über Schlafstörungen oder Kopfschmerzen in belasteten Bereichen. Orientierungswerte liefert der baubiologische Standard (SBM).

Gerüche weisen oft auf chemische Emissionen, mikrobielles Wachstum oder bauphysikalische Probleme hin. Viele Schadstoffe sind jedoch auch geruchlos, weshalb Gerüche lediglich ein Hinweis, aber kein eindeutiger Nachweis sind. Probenahmen helfen, die Ursachen zuverlässig zu bestimmen.

Licht beeinflusst Wohlbefinden, Konzentration und den zirkadianen Rhythmus. Unzureichende Beleuchtung oder ungünstige Lichtfarben können ermüden oder Kopfschmerzen fördern. Eine gute Kombination aus Tageslicht und geeigneter künstlicher Beleuchtung ist entscheidend für ein gesundes Wohnumfeld.

Lärm belastet Körper und Psyche, auch wenn er subjektiv als gering wahrgenommen wird. Schlechter Schallschutz kann Schlafstörungen, Stress oder Konzentrationsprobleme begünstigen. Bauliche Maßnahmen und bewusst gewählte Materialien helfen, Innenräume akustisch zu entlasten.

Untersuchungsmethoden

Für eine fundierte Einschätzung der Innenraumqualität stehen verschiedene Mess- und Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Je nach Fragestellung oder zu untersuchenden Schadstoffen kommen direktanzeigende Geräte, Raumluftmessungen, Staubanalysen oder Materialproben zum Einsatz.

Schadstoffe

Zur Bestimmung chemischer Belastungen werden Raumluft-, Staub- oder Materialproben genommen und in einem akkreditierten Labor analysiert. Direktanzeigende Messgeräte liefern erste Hinweise, während Laboranalysen genaue Konzentrationen und Stoffgruppen identifizieren. So lässt sich sicher beurteilen, ob gesundheitlich relevante Schadstoffe im Innenraum vorhanden sind.

LUFTFEUCHTIGKEIT

Die relative Luftfeuchtigkeit wird über Hygrometer oder Datenlogger über einen längeren Zeitraum gemessen. So kann beurteilt werden, wie sich Feuchtigkeit im Tages- und Jahresverlauf verhält und ob Schimmelrisiken bestehen. Ergänzend werden Oberflächentemperaturen und Taupunkte ermittelt, um Wärmebrücken zu identifizieren.

FEINSTAUB

Feinstaub wird mit optischen Partikelzählern oder gravimetrischen Messverfahren erfasst. Die Messung zeigt, wie viele Partikel unterschiedlicher Größenklassen in der Luft vorhanden sind. Erhöhte Werte weisen auf belastende Quellen wie Kerzen, Kochen, Verkehrsluft oder Abrieb hin.

Kunststoffoberflächen

Von Kunststoffoberflächen können Materialproben oder Wischproben genommen werden, um Weichmacher, Flammschutzmittel oder andere Additive nachzuweisen. Die Ergebnisse helfen einzuschätzen, ob ein Material dauerhaft Schadstoffe abgibt. Die elektrostatische Aufladung kann mit direktanzeigenden Messgeräten überprüft werden.

Meine Leistungen

Ich biete deutschlandweit Beratungen (Online / Telefon / E-Mail) zu allen Themen rund um das Raumklima in Gebäuden an. Dazu gehören: 

  • Beratungen vor und während Sanierungen, Hauskäufen und Hausneubauten.

Zusätzlich biete ich einen Raumklimacheck im Großraum Ingolstadt an. 

Der Raumklimacheck in Ingolstadt beinhalten eine Begehung vor Ort, Messungen mit direktanzeigenden Messgeräten und eine Checkliste zum selbst umsetzen. 

Aktuelle Preise

Ich berate deutschlandweit Beratungen Online, am Telefon oder per E-Mail zum Thema Schadstoffe. Abrechnung nach Aufwand. 

Deutschlandweit 

90€ pro Stunde

In einem Raumklimacheck bewerte ich deine Wohnräume anhand meiner Erfahrungen ohne Laboruntersuchungen, um möglichst kostengünstig das Raumklima in ihren Wohnräumen zu bewerten. Du erhältst im Anschluss eine Checkliste mit Maßnahmen, die du selbst durchführen kannst, um das Raumklima zu verbessern. 

Nur im Großraum Ingolstadt.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

250€

Ablauf einer Raumklimauntersuchung

1. Erstgespräch
Du beschreibst dein Wohnumfeld, mögliche Beschwerden oder Auffälligkeiten (z. B. Feuchtigkeit, trockene Luft, Müdigkeit).

2. Begehung vor Ort
Ich messe relevante Klimaparameter und prüfe typische Schwachstellen wie Fenster, Außenwände oder Wärmebrücken.

3. Probenahme & Messung
Messwerte werden ausgewertet und im Zusammenhang mit Nutzung, Lüftungsverhalten und Bauweise bewertet.

4. Beratung & Handlungsempfehlungen
Du erhältst einen verständlichen Bericht mit individuellen Tipps zur Verbesserung Ihres Raumklimas.

Wichtige Fragen & Antworten

Für ein gesundes Raumklima gilt eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 Prozent als optimal. Unter 40 Prozent trocknen Schleimhäute aus, was Infekte und Reizungen begünstigen kann. Über 60 Prozent steigt dagegen das Risiko für Schimmelpilze und Hausstaubmilben deutlich an. Entscheidend ist nicht nur der Wert an einem Tag, sondern eine dauerhaft ausgewogene Luftfeuchte. Besonders in Schlafzimmern und wenig genutzten Räumen sollte man kritisch hinschauen. Ein Hygrometer liefert hier einfache, aber wichtige Orientierung.

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn wie oft gelüftet werden sollte, hängt von Nutzung, Personenzahl, Bauweise und Jahreszeit ab. In den meisten Wohnungen ist Stoßlüften zwei- bis viermal täglich sinnvoll, zusätzlich immer nach Feuchtebelastungen wie Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen. Dauerhaft gekippte Fenster sind dagegen energetisch ungünstig und aus raumklimatischer Sicht wenig wirksam. Wichtig ist: Lüften ersetzt kein funktionierendes Raumklimakonzept. Wer dauerhaft Probleme mit Feuchte oder Luftqualität hat, sollte die Ursachen hinterfragen, nicht nur häufiger lüften.

Dauerhafte Feuchtigkeit ist kein Lüftungsproblem, sondern ein Warnsignal für eine bauliche oder nutzungsbedingte Ursache. Häufig stecken Wärmebrücken, Undichtigkeiten, falsche Dämmmaßnahmen oder ein unausgeglichenes Heiz- und Lüftungsverhalten dahinter. Reines „mehr Lüften“ verschiebt das Problem oft nur kurzfristig und kann sogar schaden. Sinnvoll ist eine systematische Ursachenanalyse. Erst wenn klar ist, woher die Feuchte kommt, lassen sich gezielte und nachhaltige Maßnahmen ableiten.

Ja – schlechte Luft kann nachweislich müde machen. Ein erhöhter CO₂-Gehalt führt zu Konzentrationsproblemen, Kopfschwere und schneller Ermüdung, oft ohne dass man die Ursache erkennt. Auch Schadstoffe oder zu geringe Sauerstoffzufuhr wirken belastend auf den Körper. Trügerisch ist, dass man sich „nur schlapp“ fühlt und das Problem nicht mit der Raumluft in Verbindung bringt. Dauerhafte Müdigkeit in Innenräumen sollte daher nicht bagatellisiert, sondern kritisch hinterfragt werden.